Nachrichten für Unternehmen

Digitalisierung bringt Dynamik in die Gründerszene

14.05.2013 - Die fortschreitende Digitalisierung, neue Kommunikationsformen und alternative Gründungswege bringen Dynamik in die Gründerszene. Eine neue Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) identifiziert fünf Trends, die zeigen, wie sich Prozesse und Strukturen verändern und wie dadurch neue Chancen für pfiffige Gründungsideen entstehen.

Trend 1: Crowdinvesting

Mit Crowdinvesting gibt es neue Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung und Kontaktaufnahme. Über deutsche Crowdinvesting-Plattformen wurden bislang mehr als drei Millionen Euro für über 50 Start-ups eingesammelt. Nach aktuellen Schätzungen des BMWi wurde 2012 ein Finanzierungsvolumen von 4-5 Millionen Euro erreicht.

Trend 2: Partnering

Mit Partnering sind die Anforderungen an eine Gründungsberatung 2.0 gemeint, die noch stärker als bisher auf den Netzwerkgedanken und die Vermittlung von Kontakten über Online-Plattformen basieren. Die Gründer sollen Einblicke in die Gründungspraxis erhalten und von den Erfahrungen anderer profitieren.

Trend 3: Standardisierte Gründungskonzepte

Ein weiterer Trend ist die Industrialisierung von Start-ups, bei der eine Unternehmensgründung durch einen standardisierten und beschleunigten Gründungsprozess stattfindet. Unterstützt wird sie dabei von einem Company Builder und Start-up- bzw. Business Accelerator.

Trend 4: Outsourcing

Gemäß der Studie gibt es einen Trend zum Outsourcing von Gründungsdienstleistungen und ein verstärktes Angebot für gründungsphasenspezifische Dienstleistungen und Produkte über Internet-Portale.

Trend 5: Image des Unternehmers im Wandel

Zudem wandelt sich das Bild eines Start-Up-Unternehmers in der Wahrnehmung der Gesellschaft. Die Gründung eines eigenen Unternehmens wird für weitere Zielgruppen zur ernsthaften Option.

Die Studie "Zukunft der Gründungsförderung - neue Trends und innovative Instrumente" zeigt, dass die Gründungslandschaft heterogener wird und neue Perspektiven für den Schritt in die Selbständigkeit bietet. Laut Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler ermöglichen neue Netzwerke, das Outsourcing von Dienstleistungen oder standardisierte Gründungskonzepte einen erfolgreichen Aufbau von Start-up-Unternehmen. Somit entstehen vielfältige Gründungstypen, verschiedenartige Geschäftskonzepte und innovative Prozesse.

redaktionell verantwortlich: mittelstanddirekt