#free.wifi.plus in Geseke

Freies Netz über elf Hotspots - Offenes WLAN verbindet Einzelhandel mit digitalem Marketing

Ausgabe "Der Patriot" vom 14.11.2017


Geseke.
„Es geht nicht nur um den freien Zugang zum WLAN“, betont Andreas Mattiza, Geschäftsführer des Lippstädter Unternehmens My Spot. Bei der Pressekonferenz zum erst wenige Wochen alten offenen und schnellen Zugang zum Internet in Geseke betont er vor allem die Chancen, die Händlern, Gastronomen und Besuchern winken.

Nachdem in Lippstadt bereits etliche Hotspots bei den Einzelhändlern freigeschaltet wurden, möchte die Volksbank Beckum-Lippstadt ihre Idee auch auf andere Städte ausweiten. Denn das Geldinstitut fungiert bei der Verbreitung des offenen WLANs als Hauptsponsor. Das drahtlose Internet ist inzwischen über elf Geseker Geschäfte zugänglich (wir berichteten). Dabei geht es den Akteuren nicht nur um die rein technische Seite. „Das Smartphone hat alles verändert“, so Mattiza. Über das Alltagsgerät könne eine ganze Region samt ihrer Händler miteinander vernetzt werden. Denn letztlich ist eine sorgfältig platzierte, wenige Sekunden dauernde Werbung der Clou an dem System. Es gäbe nämlich „viele Zielgruppen in einem einheitlichen Produkt“. Erste Zahlen lassen die Beteiligten hoffen: Über die elf Geseker Standorte vornehmlich in der Innenstadt wurden bereits 2200 Zugriffe festgestellt. Von 1000 registrierten Usern sind bislang 350 wiederkehrende Nutzer des neuen WLANs und damit häufig in der Innenstadt unterwegs: Sie sind wahrscheinlich einheimische Kunden. 1150 Marketingaktionen wurden dabei übermittelt. Pro 50 Betrachter kam es zu einem Klick auf den jeweiligen Anbieter. „Die Störerhaftung ist eigentlich Quatsch“, so Mattiza. Denn über das System von My Spot sind über eine Million Webseiten und Online-Dienste über eine so genannte „weiße Liste“ freigegeben. Schmuddelseiten beispielsweise werden geblockt. „Händler können absolut sicher sein, dass nichts passieren kann“, erläutert der Fachmann. Das System sei eine Chance, „sich als Bank in der digitalen Welt zu präsentieren“, so Stefan Hoffmann vom Vorstand der Volksbank. Und weil es in Lippstadt stabil laufe, sei man nun auch auf Geseke zugegangen. Bürgermeister Remco van der Velden lobte die Idee als pfiffige Lösung. Es gelte, in den Einzelhandelsgeschäften die Kauferfahrung „so angenehm wie möglich zu machen“ – schließlich habe der Kunde mit seinem Besuch im Laden ja bereits die Entscheidung gefällt, nicht im Internet zu kaufen. Bald, so kündigte er an, werde es schnellere Datenleitungen geben, damit das offene WLAN in der Geseker Innenstadt demnächst noch flotter läuft.
■ fred

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