Kapitalmarktforum der Volksbank Beckum-Lippstadt

„Diversifikation“ heißt das Zauberwort

Lippstadt. Wie kann man sein Vermögen möglichst ertragreich und sinnvoll in Zeiten von Digitalisierung, Minuszinsen und Kryptowährungen anlegen? Diese und weitere Fragen beantwortete die Volksbank Beckum-Lippstadt am Montagabend auf ihrem traditionellen Kapitalmarktforum.
Rund 200 Mitglieder und Kunden aus dem Geschäftsgebiet der Bank folgten in der Aula des Evangelischen Gymnasiums in Lippstadt den Denkansätzen zweier Experten aus Hamburg und der Schweiz, die in Zeiten von unruhigen Märkten sowohl über die aktuellen Herausforderungen als auch über Lösungsideen sprachen.
„Seit Ausbruch der Finanz- und der darauffolgenden Euro-Krise herrscht in Europa ein gewissermaßen geldpolitischer Ausnahmezustand“, bemerkte Vorstandsmitglied Jörg Deutschmann in seiner Begrüßungsansprache.  Die expansive EZB-Geldpolitik habe Gewinner und Verlierer hervorgebracht. Menschen oder Staaten,  die sich Geld zu historisch niedrigen Zinsen leihen könnten, gehörten nach Meinung des Bankvorstandes definitiv zur Gewinnerseite. Leidtragende seien jedoch Sparer und Altersvorsorger. Einfach nur „die Kröten“ zusammenzuhalten sei in Zeiten von Niedrigzinsen und Inflation keine Alternative.
Und hier setzt der Lösungsansatz von Johannes Hirsch, Vorstand der antea ag, an: „Diversifikation“ lautete seine Anlagestrategie für einen erfolgreichen Mehrwert im Depot. Die Ausweitung des Leistungsprogramms auf neue Produkte und Märkte könne durch ein Investment in verschiedene Anlageklassen minimiert werden. Eine clevere Alternative stelle beispielsweise eine gesunde Mischung aus Indizes aus dem Aktienindex, Bundesanleihen und Rohstoffen über einen Anlagezeitraum von zehn Jahren dar.  „Der Mix macht es letztendlich“, so sein Credo.
Christian Neunkirchner, Seniorportfoliomanager bei der Schweizer DZ-Privatbank, referierte zum Thema „Bewegte Märkte – ein Kompass in unruhigen Zeiten aus Schweizer Sicht“.  Investitionen in ein Schweizer Portfolio seien seiner Meinung nach gut angelegt, denn das Alpenland besitze das perfekte standfeste Umfeld: ein hoher Ausbildungsstand, wirtschaftliche Stabilität, sozialer Friede, ein erstklassiges Bankensystem sowie das weltweit viertniedrigste Risikoprofil machten aus der Schweiz einen „sicheren Hafen“ in Krisenzeiten.
Oliver Kleine, Bereichsleiter Individualkunden, leitete über zur anschließenden Podiumsdiskussion, in denen die Experten dem Publikum  ihre persönlichen Meinungen zu Brexit, Bitcoins und Rezession erläuterten. 

„Diversifikation“ lautet die clevere Anlagestrategie, die auf dem Kapitalmarktforum der Volksbank Beckum-Lippstadt vor rund 200 Kunden und Mitgliedern auf reges Interesse stieß (v.l.) Oliver Kleine, Bereichsleiter Individualkunden, Christian Neunkirchner (Seniorportfoliomanager Schweizer DZ Privatbank), Johannes Hirsch (Vorstand antea ag) und Jörg Deutschmann (Vorstandsmitglied Volksbank Beckum-Lippstadt).