9. Volksbank Wirtschaftsforum

Süßer Sieg: Wirtschaftspreis geht an Peters Pralinen · Chef der fünf Wirtschaftsweisen zu Gast

Beckum/ Lippstadt. Wer seit Jahrzehnten erfolgreich in der dritten Generation für Qualität und Innovation steht, verdient gebührende Anerkennung: Diese erhielt das Lippstädter Unternehmen „Peters Pralinen GmbH“ am Montagabend vor rund 700 geladenen Gästen mit der Verleihung des diesjährigen Wirtschaftspreises der Volksbank Beckum-Lippstadt.

Das gesellschaftliche Ereignis zieht alljährlich neben geladenen Kunden auch Gäste aus Politik und Verwaltung an und wird jedes Jahr mit Spannung erwartet, denn neben der Verleihung des Wirtschaftspreises referiert ein hochkarätiger Gastredner.

Den 9. Lippstädter Wirtschaftspreis zur Förderung der lokalen Unternehmen vergab die Jury dieses Jahr an die „Peters Pralinen GmbH“. Die 150 Mitarbeiter zählende Traditionsunternehmen produziert seit über 80 Jahren hochwertige Pralinen, Trüffel, Tee- und Käsegebäcke nach alter Handwerkstradition.
2017 entstand im Gewerbegebiet an der Hansastraße eine Schokoladen-Erlebniswelt. Diese lädt ein, die Historie der Pralinenmanufaktur zu erkunden. Prall gefüllt mit Seminaren, Events, Vortragsreihen und Meet- und Taste-Erlebnissen werden die Gäste auf über 1.200 Quadratmetern ganz und gar mit Genuss verführt. „Ihre Produkte sind nicht nur kulinarische Meisterleistungen, sondern auch handwerkliche Präzisionsarbeit“, machte Volksbank-Vorstand Stefan Hoffmann deutlich.

„Man kennt uns in der Welt, man kennt: Made in Lippstadt“, so der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Lippstadt, Franz Gausemeier. Die heimischen Betriebe, ob Handwerk, Handel, Dienstleister oder Industrie, sie alle sind es, die Lippstadt zum Wirtschaftsstandort machen. Mit der Auszeichnung des diesjährigen Preisträgers zeige Lippstadt sich von seiner Schokoladenseite, so Gausemeier.

Einen Einblick in die Arbeit des Unternehmens gab der Imagefilm, der mit dem Wirtschaftspreis verbunden ist und dessen Kosten die Volksbank-Beckum-Lippstadt übernimmt.  

„Der Wirtschaftspreis honoriert letztendlich die Unternehmensleistung über nunmehr drei Generationen, inclusive aller Mitarbeiter“, galt Christian Frochte-Peters Dank neben seiner Familie auch dem Motor des Unternehmens, den Angestellten. „Unser Engagement wird durch diesen Preis sichtbar gemacht. Vielen Dank dafür“. 

Der Pralinen- und Gebäckhersteller Peters hat am Montagabend den Lippstädter Wirtschaftspreis erhalten: Geschäftsführer Christian Frochte-Peters (Mitte) nahm die Auszeichnung von Lippstadts stellvertretendem Bürgermeister Franz Gausemeier (links) und dem Volksbank-Vorstandsvorsitzenden Stefan Hoffmann entgegen.

Gastvortrag von Prof Dr. Christoph M. Schmidt

Als Hauptredner des Abends begrüßte Stefan Hoffmann den Präsidenten des RWI Leibnitz-Instituts für Wirtschaftsforschung und Vorsitzenden der fünf Wirtschaftsweisen, Prof. Dr. Christoph M. Schmidt.  „Es gibt keinen Berufeneren, um über die Herausforderungen in der neuen Legislaturperiode zu sprechen als ihn“, so Hoffmann.  Dabei machte der Vorstandsvorsitzende deutlich, dass die Wirtschaftsweisen der Regierung den wirtschaftspolitischen Handlungsbedarf aufzeigen, damit sich die Wirtschaft weiterhin gut entwickeln könne. „Somit sind sie auch das ordnungspolitische Gewissen der Nation“, führte Hoffmann weiter aus.

In seiner kritischen Bestandsaufnahme und Prognose ging Prof. Dr. Schmidt auf drei aktuelle Themen ein: Kräftiger Aufschwung in Deutschland, das Ende der Lohnmoderation und die stabilen Inflationsraten im Euroraum. Für eine nachhaltige Wirtschaftspolitik in Deutschland empfiehlt er vor allem solide öffentliche Finanzen und die Stärkung der sozialen Sicherungssysteme durch sinnvollere rentenpolitische Vorhaben.

Den deutschen Arbeitsmarkt sah der Wirtschaftsexperte in sehr guter Verfassung. Er begrüßte, dass im aktuellen Koalitionsvertrag das Ziel der Vollbeschäftigung sowie die zunehmende Regulierung des Arbeitsmarktes und mehr Anstrengung bei der Digitalisierung verankert wurden.

Auch das Thema Euroraum spielte in seinem Vortrag eine Rolle. Hier setzte sich Prof. Dr. Schmidt für eine Weiterentwicklung der Europäischen Union in den Handlungsfeldern Binnenmarkt, Außenpolitik und Klima sowie Flüchtlingsmigration ein. Mehr Solidarität und Harmonisierung können in Zukunft zur wirtschaftlichen Stabilisierung und sozialen Konvergenz beitragen.

Hochkarätiger Gastreferent: Prof. Dr. Christoph M. Schmidt, Präsident des renommierten RWI Leibnitz-Instituts für Wirtschaftsforschung und Vorsitzender der fünf Wirtschaftsweisen referierte zum Thema „Deutschland nach der Wahl: Herausforderungen in der neuen Legislaturperiode“.