Fünf Prozent Dividende für Geschäftsjahr 2017 beschlossen

Vertreterversammlung der Volksbank Beckum-Lippstadt eG

Lippstadt/Beckum. Die gute Jahresbilanz der Volksbank Beckum-Lippstadt für das Geschäftsjahr 2017 macht es möglich: Die rund 46.000 Mitglieder erhalten eine Dividende in Höhe von fünf Prozent ausgeschüttet. Das wurde auf der Vertreterversammlung am Montagabend in der Aula des Evangelischen Gymnasiums in Lippstadt beschlossen.

Die Vertreterversammlung der Genossenschaftsbank stand übrigens ganz im Zeichen des 200. Geburtstages von Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen: Mit Fliege und Anzug empfingen zwei professionelle Walking-Acts, verkleidet als Friedrich-Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch, die Mitgliedervertreter. Die Begründer der genossenschaftlichen Idee ließen die beispiellose Erfolgsgeschichte der Volks- und Raiffeisenbanken pointiert und informativ in kurzen Moderationen während der Versammlung aufleben. 

Nach der Begrüßung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Jochen Brink berichtete Vorstandsvorsitzender Stefan Hoffmann den Anwesenden von der guten Entwicklung der Bank und belegte dies mit eindrucksvollen Zahlen.

Das Kundengesamtvolumen, die Gesamtheit aller Einlagen und Kredite, verzeichnete einen Zuwachs von 8,3 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro.
Die Bilanzsumme erhöhte sich vor allem durch die Kundenforderungen und stieg um 8,8 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro an. Die Volksbank übertrifft hier sogar den Durchschnittswert der Genossenschaftsbanken im Verbandsgebiet um mehr als vier Prozentpunkte.

Ein deutlicher Anstieg ist auch im Kreditgeschäft zu erkennen: Das Kreditvolumen erhöhte sich um 10 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro. Im bilanziellen und außerbilanziellen Kreditgeschäft ist die Volksbank mit rund  5.600 Finanzierungen und einem Zusagevolumen in Höhe von 562 Millionen Euro der maßgebliche Finanzierer für die Menschen und Unternehmen in der Region.

Auch das Einlagengeschäft ist mit 1,2 Milliarden Euro wieder auf Wachstumskurs: Mit einem Plus von rund 7 Prozent bewegt es sich deutlich über dem Vorjahresniveau.

Die Gewinn- und Verlustrechnung weist eine stabile Ertragslage auf. Sowohl das Zinsergebnis (34,2 Millionen Euro) als auch das Provisionsergebnis (13,6 Millionen Euro) befinden sich nahezu auf Vorjahresniveau. Der Personalaufwand von 19,6 Millionen Euro liegt um 1,73 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Die Volksbank beschäftigte zum Bilanzstichtag 326 Mitarbeiter (Vorjahr: 344). Die Verwaltungsaufwendungen reduzierten sich auf 9,6 Millionen Euro.

Der Jahresüberschuss ist um rund 500.000 Euro angestiegen. Der Vorschlag zur Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von insgesamt 4,8 Millionen Euro fand die Zustimmung der Vertreter. Die Mitglieder erhalten eine Ausschüttung in Höhe von fünf Prozent, das sind rund 1,3 Millionen Euro. Die Mitgliedervertreter zeigten sich zufrieden mit der vorgetragenen Bilanz. Sie entlasteten Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig.

„Diese Erfolge verdanken wir vor allem unseren langjährigen Bankkunden und treuen Mitgliedern sowie unseren motivierten und qualifizierten Mitarbeitern“, zog Hoffmann abschließend Bilanz.
Wiedergewählt in den Aufsichtsrat wurden für die nächsten drei Jahre Dr. Ludger Marx, Alfons Schaphaus-Fester und Rolf Scheurer. Der Aufsichtsratsvorsitzende Jochen Brink stellte sich nicht erneut zur Wiederwahl. Er wurde bereits im Vorfeld in einer Feierstunde für seine Verdienste und langjährige ehrenamtliche Tätigkeit im Aufsichtsrat der Volksbank geehrt.   

Gastvortrag von Werner Böhnke

Ein ganz besonderer Gastvortrag wartete im Anschluss auf die Mitgliedervertreter: Werner Böhnke, Vorsitzender der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft, referierte zum Thema „Mensch Raiffeisen – starke Idee“. Anlässlich des 200. Geburtstags von Raiffeisen im Jahr 2018 erläuterte Böhnke, welche wichtigen Gedanken hinter der Genossenschaftsidee bis heute stecken. Er ließ die Anfänge der Genossenschaft Revue passieren, blickte auf den Gründervater Friedrich-Wilhelm Raiffeisen und lobte die Tatsache, dass die Genossenschaftsidee mittlerweile sogar zum immateriellen Weltkulturerbe gehört.

 

Werner Böhnke, Vorsitzender der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen Gesellschaft, hielt den Gastvortrag zum Thema „Mensch Raiffeisen-starke Idee“.



Ein einstimmiges Vertrauensvotum gaben die Vertreter Aufsichtsrat und Vorstand der Volksbank Beckum-Lippstadt eG (v.l.) Vorstandsvorsitzender Stefan Hoffmann, Aufsichtsratsvorsitzender Jochen Brink, sein Stellvertreter Dr. Klaus Wessel und Vorstandsmitglied Jörg Deutschmann.



Blumen gab es für den ausgeschiedenen Aufsichtsratsvorsitzenden Jochen Brink von seinem Stellvertreter Dr. Klaus Wessel.



Zwei Schauspieler ließen die beispiellose Erfolgsgeschichte der Volks- und Raiffeisenbanken pointiert und informativ in kurzen Moderationen während der Vertreterversammlung aufleben: „Hermann Schulze-Delitzsch“ (links) und „Friedrich-Wilhelm Raiffeisen“.