ARD-Börsenexperte Markus Gürne zu Gast bei der Volksbank

Die Rolle Europas in einer veränderten Welt

Beckum/Lippstadt. Die Rolle Europas stand beim Kapitalmarktforum der Volksbank Beckum-Lippstadt in der Beckumer Hauptstelle im Mittelpunkt. Hochkarätiger Gastreferent des Abends war der Ressortleiter der ARD-Börsenredaktion und Moderator des ARD-Wirtschaftsmagazins Plusminus, Markus Gürne. In seinem kurzweiligen Vortrag ging er auf die europäischen und weltpolitischen Veränderungen im Laufe der Zeit in Bezug auf Wirtschaft, Finanzen und Kulturen ein.   
In seiner Begrüßung stellte Vorstandsmitglied Jörg Deutschmann den prominenten Gastreferenten vor und führte in die Problematik des Themas ein. Die Welt verändert sich, wie sieht dabei die Zukunft Europas aus?
Zunächst referierte Oliver Kleine, Bereichsleiter Individualkunden, zum Thema „Zeitenwende- Kaitalanlagen in deiner veränderten Welt“. In Zeiten, in denen Kunden für ihr Geld kaum noch Zinsen erhielten, sei es sinnvoll, Geld in verschiedenen Bereichen zu investieren. „Bei einer derzeitigen Inflation von zwei Prozent und fast null Prozent Guthabenzins verbrennen wir täglich einen kleinen Teil unsere Vermögens“, erklärte Kleine. Als Alternative schlug Kleine vor, sich finanziell mit einem Mix aus Aktien, Gold, Fonds oder Fondsparplänen aufzustellen und weltweit zu investieren.  
Mit Spannung erwarteten die rund 100 geladenen Gäste den Vortrag von Markus Gürne, der den Zuhörern „Europas Rolle in einer veränderten Welt“ aus seiner Sicht erklärte.  Eine der größten Herausforderungen sieht der ehemalige Irak-Kriegsberichterstatter in der Bewältigung der Flüchtlingskrise vor dem Hintergrund, dass sich noch Millionen Menschen aus Afrika auf den Weg nach Europa machen könnten. Fluchtursachenbekämpfung sei der einzige Weg, die Situation des Kontinents zu stabilisieren.
Aber wie könne Europa seine Chancen künftig nutzen? Laut Grüne biete hier das aufstrebende Indien große Möglichkeiten: Schon bald würde es China als das bisher bevölkerungsreichste Land ablösen. Indien habe eine stark wachsende Mittelschicht. Aus den daraus resultierenden demografischen Problemen und dem daraus wachsenden Bedarf könne Deutschland profitieren und beispielhaft mit dem „Export des Dualen Ausbildungssystems“ Lösungen und Zukunftsvisionen bieten.  
Gürne selber zeigt sich von den Überlebenschancen Europas überzeugt, allerdings befände sich der Kontinent mitten in einer Zeitenwende. Hier müsse die Frage gestellt werden, ob es Europa gelinge, zusammen zu wachsen oder nicht.